Auch dieser Rohstoff findet in der Bauwirtschaft Anwendung. Der Name stammt aus dem Indianischen „cao“ für „Baum“, „ochu“ für „Träne“. Also: „Der weinende Baum“. Kautschuk wird vor allem zur Herstellung von Gummi durch Vulkanisierung verwendet. Dieses Vulkanisierungsverfahren wurde 1839 von Charles Goodyear entwickelt.
Dabei wird Kautschuk unter dem Einfluss von Druck, Temperatur und Zeit widerstandsfähig gegen mechanische, chemische und atmosphärische Einflüsse gemacht. 90 % des weltweit hergestellten Gummis basieren auf Kautschuk. Nach der Entdeckung Amerikas wurden die Europäer schrittweise auf Kautschuk aufmerksam. Die Indianer machten damit Gebrauchsgegenstände wasserdicht und stellten Bälle aus Kautschuk her.
In Europa wurden dann Radiergummis, Regenmäntel und Gummistiefel produziert. Kautschuk war somit zu einer wichtigen Pflanze geworden. Die Engländer legten in ihren asiatischen Kolonien regelrechte Kautschuk-Plantagen an. Solche findet man auch im tropischen Afrika (Kongo). Die dortigen Einwohner wurden von den Kolonialherren seinerzeit gezwungen, Kautschuk zu sammeln.
Dieser wird in der Form von Ballen und Pulver, aber auch in flüssiger Form gehandelt. Auch auf Baustellen kommt Kautschuk zur Anwendung. Welcher Bauherr weiß das schon? Man nutzt ihn z. B. als Bindemittel für die Papierstreicherei. Dichtungsprofile werden aus Kautschuk hergestellt. Oder Flammenschutzmittel.
Diese sollen dann die rasche Ausbreitung von Bränden begrenzen bzw. solche ganz verhindern. Die wichtigsten Produktionsländer von Kautschuk sind heute: Thailand, Indonesien, Malaysia, Indien, China, Vietnam, die Elfenbeinküste, Nigeria und Liberia.
